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Erste NKL Ausschreibung für Schleswig-Holstein – Initiativen und BFR fordern Nachbesserungen

Die Ausschreibung für die ersten Lokalradios in Schleswig-Holstein ist mittlerweile erfolgt. Die Medienanstalt hat nun auch die Namen der 11 Interessenten  veröffentlicht. An den drei nichtkommerziellen Standorten sind jeweils die in der FRISH vernetzten Initiativen auch die einzigen Bewerber. Für den 2. Juni 2015 wurden die Radiovereine in Flensburg, Neumünster und Rendsburg nun zur Anhörung vom Medienrat eingeladen, damit wir unsere eingereichten Anträge auf Zulassung und Zuweisung näher erläutern können.

Für den Sendestart Freier Radios in Schleswig-Holstein gibt es jedoch noch viele Unwägbarkeiten. Bereits im Zuge der Änderung des Medienstaatsvertrags 2014 hatten wir uns kritisch geäußert und zahlreiche Vorschläge für eine bessere Ausgangslage für den Start nichtkommerzieller Lokalradios gemacht. Allerdings hatte das keinerlei Einfluss auf die Ausformulierungen des Gesetzes, das seit Januar 2015 gilt. Gemeinsam mit dem Bundesverband Freier Radios haben wir deshalb noch einmal eine Stellungnahme erarbeitet, die insbesondere die Medienpolitik aufruft, die bestehenden Defizite bei der Anerkennung und der Finanzierung der künftigen nichtkommerziellen Lokalradios zu beseitigen und bei der Standortfrage nachzubessern.

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NMS: Zwischen Aufschwung und Populismus – OB-Wahlen im Mai 2015

FRN_im_EXilSeit Wochen herrscht Wahlkampf in Neumünster. In der viertgrößten Stadt des Landes finden am 10. Mai 2015 die Direktwahlen für das Amt des Oberbürgermeisters oder einer neuen Oberbürgermeisterin statt.


Die Themen sind aufgrund der schwierigen Haushaltslage und der hohen Arbeitslosigkeit wirtschaftlich dominiert. Für die SPD geht es dabei auch um eine Wahl mit Symbolwert. Sie setzt dafür auf die bis dato völlig Unbekannte Elke Christina Roeder die gegen Amtsinhaber Olaf Tauras antritt. Sie soll wieder der SPD den attraktiven Posten zurückholen, den die Partei von 1948 bis 2009 ununterbrochen hatte.


Zwei weitere Kandidaten mobilisieren derzeit das rechte Wählerpotential in Neumünster. Mark Michael Proch von der NPD tritt hier an.  Vierter Kandidat ist Sven Schmidt von der AfD. Was steckt hinter den Strategien einer neuen rechten Partei wie der AfD, die die CDU rechts überholen will? Sven Schmidt hatte noch im letzten Jahr an einem Vortrag teilgenommen, in der nationalsozialistische Verbrechen verharmlost wurden. Mit welchen Methoden polarisiert die NPD, die hier erstmals bei einer OB-Wahl antritt und dabei gegen Minderheiten und Andersdenkende hetzt?


Die Sendung der Radioinitiative für ein Freies Radio in Neumünster war am 8. Mai 2015 beim FSK in Hamburg zu hören.


1) Intro

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_05_08___01_intro.mp3]

2) Wer, wie, was

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_05_08___02_wahlorganisation.mp3]

3) Wahlkampf

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_05_08___03_wahlkampf.mp3]

4) AfD

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_05_08___04_afd_nms.mp3]

5) NPD

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_05_08___05_npd_nms.mp3]

Downloads: 1 2 3 4 5

FRN im Exil – April 2015

FRN_im_EXilAm 10. April 2015 waren wir als Initiative für ein Freies Radio in Neumünster beim FSK zu hören. Mit diesen Themen:


a) Stop G7 in Lübeck (Interview von Radio Blau)
b) Ukraine-Konflikt – Vortrag von Kai Ehlers im KDW
c) Lauffeuer – Videodokumentation zu Tragödie von Odessa


Nachhören:
[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_04_10.mp3]
download [mp3, 56,7 MB, 1h]


Veranstaltungstipps:
11. April 2015: Makine, Morbus Down, Grobie & die Softies im AJZ Neumünster
25. April 2015: Emergenz & Fulguration auf die linke Tour im KDW Neumünster


Musik:
Makina: „Demokrasi“
Schlackus, Raw & Martin Meiwes: „Dame oder Schach“
Makina: „Öleceksin“


Kommentare, Ergänzungen & Kritik bitte direkt an nms@freie-radios-sh.org senden. Die nächste Sendung hört ihr am 8. Mai 2015 um 15 Uhr beim FSK in Hamburg auf der 93,0 MHz.

FRN im Exil – Magazinsendung vom 13. März 2015

FRN_im_EXilKünftig ist das Freie Radio Neumünster regelmäßig zu Gast beim FSK on Air, immer am zweiten Freitag des Monats von 15 bis 16 Uhr in Hamburg auf der 93,0 MHz. Vor uns sind die Flensburger eine Stunde lang dran, die am 13. März 2015 auch ihren Einstand ins regelmäßige senden im Hamburger Exil gaben.  Das machen wir jetzt solange bis in Neumünster, Flensburg und anderen Städten Freie Radios in Schleswig-Holstein starten können. Nach dem Call for Interest der Medienanstalt dürfte in den nächsten Wochen die Ausschreibung für fünf Standorte anstehen, wobei aktuell noch nicht feststeht welche davob nichtkommerziell und welche kommerziell ausgeschrieben werden.


Wie dem auch sei. Wir senden jetzt gemeinsam am Freitag in Hamburg. Und wer weiß, vielleicht ergibt sich aus so einem gemeinsamen Senden auch noch mehr. Denn der Freitag wird in Hamburg auch immer vom Lübecker Zeckenfunk und der Redaktion Löwenzahn bestritten.


Wer unsere Sendung nochmal nachhören möchte:


– Freie Software für´s Kino – Interview mit Sönke Jahn (KDW)

– TTIP – Handelsabkommen – Vortrag & Interview mit Jascha Jaworski (Attac Kiel)

– Die Situation Geflüchteter in Schleswig-Holstein – Vortrag Andrea Dallek, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_03_13.mp3]

download [mp3, 81,6 MB, 1h]


Kommentare, Ergänzungen & Kritik bitte direkt an nms@freie-radios-sh.org senden. Die nächste Sendung hört ihr am 10. April 2015 um 15 Uhr beim FSK in Hamburg auf der 93,0 MHz.

Call for Interest: Lokaler Hörfunk in Schleswig-Holstein

Ohne eine direkte Erwiderung der Medienpolitik, der Staatskanzlei oder des Innen- und Rechtsausschusses des schleswig-holsteinischen Landtags auf unsere Einwände und Kritik durch die Teilnahme an zwei Anhörungen, ist nun zum 1. Januar 2015 der neue Medienstaatsvertrag in Kraft getreten. Damit werden zwar erstmals nichtkommerzielle Lokalradios in Schleswig-Holstein ermöglicht, jedoch unter sehr unbefriedigenden Bedingungen.

Mittlerweile hat die Medienanstalt bereits ein Interessensbekundungsverfahren gestartet, an dem sich die einzelnen freien Radioinitiativen in verschiedenen Städten auch beteiligen werden. Es endet am 9. März 2015 und wir dokumentieren es hier:

______________

Lokaler Hörfunk in Schleswig-Holstein: Call for Interest

Die MA HSH führt ab sofort ein Interessenbekundungsverfahren zur Vorbereitung der Marktanalysen gem. § 28a Abs. 1 Satz 2 MStV HSH sowie der Ausschreibung von UKW-Versorgungsgebieten durch. Seit Jahresbeginn 2015 ist die Einführung von lokalem Hörfunk in Schleswig-Holstein nach Maßgabe des Medienstaatsvertrags erstmals möglich. Der MA HSH wurden dazu UKW-Übertragungskapazitäten für folgende fünf Versorgungsgebiete zugeordnet:

1. Region Sylt, Niebüll, Leck, Bredstedt
2. Region Flensburg, Glückburg, Tastrup
3. Region Lübeck, Bad Schwartau, Krummesse, Ratzeburg
4. Region Neumünster, Bordesholm, Nortorf, Padenstedt
5. Region Rendsburg, Schleswig, Eckernförde.

Bis zu zwei lokale Hörfunkprogramme könnten kommerziell, die übrigen nichtkommerziell veranstaltet werden.

Um einen Überblick über die Interessenlage zur Veranstaltung lokalen Hörfunks mit kommerziellen oder nichtkommerziellen UKW-Veranstaltern zu erhalten, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie der MA HSH unverbindlich bis zum

9. März 2015

mitteilen könnten,
• für welche der fünf Regionen (maximal eine Nennung ist möglich),
• mit welchen inhaltlichen Programmvorhaben und
• als kommerzielles oder nichtkommerzielles Hörfunkangebot
Interesse an der Veranstaltung von lokalem Hörfunk besteht.

Eine räumliche Darstellung der Versorgungsgebiete für die noch zu erfolgende telekommunikationsrechtliche Zuteilung der Frequenzen durch die Bundesnetzagentur finden Siehier

Für weitere Informationen und zur Beantwortung ergänzender Fragen steht Ihnen die MA HSH (040-36 90 05-28) gern zur Verfügung.

Call for Interesst zum Download

Anlagen: Räumliche Darstellung der Versorgungsgebiete

Frank Nonnenmacher aus seinem Buch „DU hattest es besser als ICH“

Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, hat der Autor Frank Nonnenmacher (Jahrgang 1944) am 27. Januar 2015, genau 70 Jahre nach der Befreiung des KZ Auschwitz, in Neumünster aus seinem Buch „DU hattest es besser als ICH“ vorgelesen.





Darin schildert er die Geschichte zweier Brüder, deren Lebenswege zur Zeit des Nationalsozialismus nicht unterschiedlicher hätten sein können. Gustav Nonnenmacher flog für Hitlers Wahn als Pilot an allen erdenklichen Kriegsfronten. Ernst Nonnenmacher wurde eingesperrt, gefoltert und musste viele Jahre im KZ verbringen. Nach dem Krieg wurde ihm eine Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus verweigert.


Frank Nonnenmacher hat in diesem Roman die über Jahrzehnte gesammelte Recherchen und Interviews mit seinem Vater und seinem Onkel, den beiden Protagonisten des Buches, veröffentlicht.


Die Neumünsteraner Radioinitiative hat die Lesung aufgezeichnet:


[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/nonnenmacher_nms_2015_01_27_lesung.mp3]

download [mp3, 58,3 MB, 1h 3min]


Abschließende Diskussion dazu:


[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/nonnenmacher02_nms_2015_01_27_diskussion.mp3]

download [mp3, 40,9 MB, 44 min]

shz: „Fünf neue Sender ab 2015“

Die shz berichtet über die geplante Einführung von Lokalradios 2015 und zitiert dabei Axel Bernstein, den medienpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion:


Für problematisch hält Bernstein auch die Ausgangslage der freien Radios. Diese können zwar aus Mitteln der Medienstiftung gefördert werden – aber lediglich bei den Kosten für Technik oder Gema-Gebühren. „Einerseits“, so Bernstein, „will die Koalition mehr lokale Berichterstattung, andererseits schafft sie einen Rahmen, der einen erfolgreichen Betrieb von Sendern nicht zulässt“.


Ganzer Artikel: hier


Unsere jüngste Stellungnahme gibt es hier

Lokalradio ja, aber…

Für die aktuelle Sitzungswoche im Kieler Landeshaus wurde auch die Abstimmung zum 5. Medienänderungsstaatsvertrag für Hamburg und Schleswig-Holstein bis zum Freitag, den 10. Oktober 2014 angesetzt. Der Vertrag wurde bereits im September zwischen Staats- und Senatskanzlei in Hamburg und Kiel unterzeichnet. Die Beteiligung des Parlaments in dieser Frage wird nur noch durch eine formale Abstimmung hergestellt. Die Koalition hat sich ja schließlich schon geeinigt, warum dann noch diskutieren?


Eine Debatte im Parlament ist dazu von der Regierung nicht vorgesehen, obwohl es viele Einwände gegen die Ausgestaltung des Mediengesetzes gibt. Konkrete Änderungsvorschläge kamen nicht nur von uns, als den betroffenen nichtkommerziellen Radioinitiativen, sondern auch von der Opposition im Landtag und der Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein (MA HSH). Die Kritik wurde gehört aber nicht erhört. Angesichts der konkreten Vorschläge und Mängel die zusammengetragen wurden, verwundert dieses Vorgehen. Denn der Entwurf ermöglicht die Einführung von Lokalradios nur formal. Man hat damit den Freien Radios in SH vermeintlich unüberwindbare Hürden aufgestellt. Als Freie Radio Initiative Schleswig-Holstein werden wir versuchen, ob im Sturm oder mit einer Vielzahl von sehr nervenden Vorgehensweisen, trotz alledem schnell und unüberhörbar Freies Radio in Schleswig Holstein auszustrahlen!


Die schriftliche Anhörung im Juni 2014 war somit lediglich ein Feigenblatt. Eine offizielle Stellungnahme gab es aus der Staatskanzlei gegenüber allen Radioinitiativen in Schleswig-Holstein, dem FSK, dem Hamburger Lokalradio oder dem Bundesverband Freier Radios bisher nicht. Was die Kieler Staatskanzlei uns in diesem Entwurf vorgelegt hat, wurde trotz zahlreicher Kritik letztlich nicht mehr verändert. Begründet wurde dies von SPD, B90/Grünen und SSW immer wieder mit dem engen Zeit- und Spielraum, der bei den Verhandlungen mit Hamburg bestehen würde. Trotz zahlreicher Gespräche unsererseits mit den medienpolitisch Verantwortlichen in Schleswig-Holstein, mit der Veranstaltung eines parlamentarischen Abends im Februar 2014 und zahlreicher Stellungnahmen oder Interventionen bei den Mitgliedern des Innen- und Rechtsausschuss wurden alle unsere Forderungen nach einer angemessenen Korrektur nicht mal im Ansatz umgesetzt.


Als potentielle Lizenznehmer, die wir seit Jahren mehr Medienvielfalt, Zugangsoffenheit und eine Ergänzung und ein wichtiges Gegengewicht zu den etablierten Medien in Schleswig-Holstein einfordern und umsetzen möchten, ist diese Ignoranz ein Rückschlag. SSW, Grüne und SPD wollen Lokalradios in Schleswig-Holstein einführen, schaffen aber lediglich ungeeignete Ausgangsbedingungen, die die Etablierung von nichtkommerziellen Lokalradios stark einschränkt oder verhindert. Wer unabhängigen, lokalen und nichtkommerziellen Hörfunk ermöglichen will, kann nicht gleichzeitig politisch verhindern, dass die Sender nur ungenügend anerkannt und unzureichend finanziell gefördert werden. Unzureichend und planlos ist auch die finanzielle Sicherung der technischen Ausrüstung.


Trotz der widrigen Umstände, den sich künftig ehrenamtliche Radiomacher_innen ausgesetzt sehen werden, halten wir an unseren wichtigsten Forderungen fest:


– Anerkennung der nichtkommerziellen Lokalradios als Bürgermedien, gleichwertig zum OK SH und Tide


– finanzielle Basisförderung für alle nichtkommerziellen Radios, die nicht nur einen Teil der technischen Übertragungskosten über Anträge an die Medienstiftung HSH ermöglicht, sondern sich auch an den Betriebs-, Koordinations-, Sende- und Leitungskosten sowie Abgaben für GEMA und GVL orientiert


– keine Einschränkung der Verbreitungsgebiete, sondern Ermöglichung von Freien Radios an allen Standorten an denen Bedarf besteht, zum Beispiel in der Landeshauptstadt Kiel


– keine Einschränkung der redaktionellen Vernetzung und des Programmaustauschs zwischen den nichtkommerziellen Radios in Schleswig-Holstein


Das wir mit diesen Forderungen nicht allein stehen, zeigt auch die Liste der Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Kampagne „Schleswig-Holstein braucht Freie Radios“.


Weitere Links dazu:


Radiowoche: Weg frei für Lokalradios in Schleswig-Holstein


Infos bei Plenum Online: http://www.landtag.ltsh.de/plenumonline/oktober2014/texte/meldungen2.htm


2.10.14 Lars Harms (SSW): Lokalradio stärkt die Meinungs- und Medienvielfalt


2.10.14 Dr. Axel Bernstein(CDU): SSW begrüßt angesichts ungeklärter Fragen zum Medienänderungsstaatsvertrag Kaltstellung des Parlaments [pdf]