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Lothar Hay: Es fehlen klare gesetzliche Grundlage für die Finanzierung des lokalen, nichtkommerziellen Hörfunks

Wir dokumentieren hier die Rede von Lothar Hay, Vorsitzender des Medienrats der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH), anlässlich des Jahresempfangs der MA HSH am 2. September 2015 im Park Café Schöne Aussichten in Planten un Blomen in Hamburg.


– Es gilt das gesprochene Wort!-


Sehr geehrter Herr Minister Studt,
sehr geehrte Abgeordnete des Schleswig-Holsteinischen Landtags,
sehr geehrte Mitglieder der Hamburgischen Bürgerschaft,

meine Damen und Herren,


auch ich begrüße Sie herzlich zum siebten Jahresempfang der MA HSH.


Wie Herr Fuchs gerade in seiner Rede betont hat, ist die Zukunft des Rundfunks digital und auch in Hamburg seit Juni ein eigener Multiplex über das Digitalradio DAB+ zu empfangen.


Dennoch ist es wichtig, dass wir bei aller Begeisterung für die neue Technik auch die Gegenwart nicht aus dem Blick verlieren.


Auch in Zeiten, in denen die Medien rund um die Uhr und oft per Live-Ticker über Geschehen aus aller Welt berichten, bleibt die Bedeutung von lokalen Themen nach wie vor hoch und das Interesse daran wächst. Es interessiert die Leute, was vor der eigenen Haustür passiert, denn es betrifft sie ja unmittelbar.


Hinzu kommt die zunehmende Konzentration im Medienbereich. Die neu entstehenden multinationalen oder bundesweiten Konzerne verlieren das Lokale zunehmend aus dem Blick.
Zeitungsredaktionen werden zusammengelegt oder die Lokalausgaben gleich ganz gestrichen. Auch das Internet mit all seiner Fülle an Informationen fängt dies nicht auf, die Neuigkeiten aus der Region bleiben oftmals auf der Strecke.


Die so entstandene Lücke kann der Lokalfunk füllen. Durch die Fokussierung auf eine bestimmte Region, in der er verbreitet wird, kann er für dieses Gebiet Informationen bieten, die bei landes- oder bundesweiten Sendern unter den Tisch fallen würden. Somit kann er die Menschen mit den aktuellen Nachrichten aus ihrem Umfeld versorgen, die sie sonst nicht erhalten würden.


Die Zahlen sprechen für sich, nicht umsonst ist der lokale Hörfunk mit über 160 Sendern in ganz Deutschland denn auch zahlenmäßig der stärkste Angebotstyp im Radio. Auch im Norden kann der lokale Hörfunk einen Beitrag zur publizistischen und kulturellen Vielfalt leisten.


Wie wir durch Erfahrungen aus den anderen Bundesländern wissen, haben die meisten Lokalradios eine feste und sehr loyale Stammhörerschaft, etwas worum sie manch größerer Sender beneiden dürfte.
Ein gutes und naheliegendes Beispiel für die Chancen des Lokalfunks sind das Freie Sender Kombinat (FSK) sowie das Hamburger Lokalradio, die bereits seit mehreren Jahren erfolgreich agieren.


Aus solchen Überlegungen heraus hat die 5. Änderung des Medienstaatsvertrags Hamburg / Schleswig-Holstein zu Beginn dieses Jahres erstmals die Einführung von lokalem Hörfunk in Schleswig-Holstein ermöglicht. Wir haben als Medienrat der MA HSH diesen Prozess aktiv begleitet und etwa für eine andere Aufteilung der Regionen plädiert.


Das Gebiet Rendsburg, Schleswig, Eckernförde etwa bildet zusammen keine einheitliche Mitte Schleswig-Holsteins, sondern besteht aus drei sehr eigen-ständigen und unterschiedlichen Kommunen mit dem jeweiligen Umland. Hier lokalen Hörfunk zu ver­an­stalten, der vor Ort ist, gleichzeitig aber auch das gesamte Sendegebiet anspricht, wird sicherlich eine Herausforderung.


Bereits im Juli konnte die MA HSH die erste Zuweisung für die Veranstaltung von kommerziellem Lokalfunk in Schleswig-Holstein für Sylt und Bredstedt erteilen. Die Vorbereitungen beim Veranstalter für einen baldigen Start laufen auf Hochtouren.


Leider etwas holperig gestaltet sich die Einführung von nicht-kommerziellem Lokalfunk, der für drei Regionen im nördlichsten Bundesland vorgesehen ist. Das Problem ist, wie so oft, das Geld. Auch hier wurde trotz der Hinweise aus dem Medienrat keine klare gesetzliche Grundlage für die Finanzierung des lokalen Hörfunks geschaffen.


In den meisten anderen Bundesländern wird der nicht-kommerzielle Lokalfunk direkt durch die Medienanstalten unterstützt, indem etwa die Sendekosten übernommen werden. Eine vergleichbare Förderung ist in Hamburg und Schleswig-Holstein aufgrund der Rechtslage nicht möglich, hier muss eine etwaige Förderung über die Medienstiftung Hamburg/Schleswig-Holstein erfolgen. Die Medienstiftung hat eine finanzielle Förderung zugesagt, jedoch müssen die potentiellen Veranstalter noch weitere Unterstützer suchen, um ein redaktionell hochwertiges Programm auch umsetzen zu können.


Hier besteht also noch Klärungsbedarf, bevor auch diese Art des lokalen Hörfunks an den Start gehen kann.


Auf jeden Fall festzuhalten ist aber jetzt schon, dass der Lokalfunk in Schleswig-Holstein die Rundfunklandschaft bereichern und den Menschen einen leichteren Zugang zu den Informationen aus ihrer Region bieten wird.


Welchen Nutzen der Lokalfunk für die Identitätsbildung vor Ort leisten kann, beweist etwa Friisk-Funk, der von der Insel Föhr mit Unterstützung des Offenen Kanals Westküste erfolgreich aus der Region berichtet.


In wenigen Tagen feiert dieses Projekt sein fünfjähriges Bestehen, wozu ich hier heute schon ganz herzlich gratulieren möchte.


Ihnen allen danke ich fürs Zuhören – und wünsche Ihnen jetzt guten Appetit und gute Gespräche!

NMS: September-Themen zum Nachhören

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Die September-Sendung der Initiative für ein Freies Radio in Neumünster war am 11. September 2015 um 15 Uhr im Freien Sender Kombinat FSK in Hamburg auf der 93,0 MHz zu hören. Diesmal haben wir über folgende Themen berichtet:


1) Intro: Themenüberblick



2) Themenschwerpunkt: Mehrsprachigkeit im Radio

Wie können wir andere Sprachen im Radio hörbar machen? Wie klingt das anderswo? Dazu gab es einen Themenschwerpunkt mit zahlreichen Hörbeispielen.

3) Kunstversteigerung zum guten Zweck

Der Neumünsteraner Horst Mühlenhardt hat sein Gesamtwerk aus Bildern und Zeichungen dem alternativen Kulturzentrum KDW gestiftet. Im Oktober beginnt nun eine ungewöhnliche Kunstauktion. Zu hören dazu war ein Interview mit dem Künstler.


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Workshop: Interkulturelles Radio am 5. September 2015 in Flensburg – Jetzt anmelden!

Wir laden Euch wieder herzlich ein mit dabei zu sein. Der nächste Workshop
findet am 5. September 2015 in Flensburg statt. Anmeldung & weitere Infos: http://www.freie-radios-sh.org/workshops2015/


“Mehrsprachige Sendungsgestaltung & Interkultureller Hörfunk”


05.09.2015 // 9:30 – 17:00 // die exxe, Zur Exe 25, 24937 Flensburg


mit Beate Flechtker, Dozentin für Deutsch als Fremdsprache, Berlin, ehemals Radio Unerhört Marburg

und Kristin Gebhardt, Medientrainerin, Nachrichtenpool Lateinamerika e.V., Berlin


Das multikulturelle Miteinander unserer Gesellschaft findet sich in den Medien kaum wieder. Allein die Sprachenvielfalt, der wir im Alltag begegnen können, wird medial nicht abgebildet. Viele nichtkommerzielle Lokalradios bilden dennoch eine Ausnahme. Hier sind oft Sendungen und Berichte in den verschiedensten Sprachen regelmäßig zu hören. Für die neuen nichtkommerziellen Lokalradios in Schleswig-Holstein ist im Mediengesetz die Berücksichtigung von Minderheitensprachen ebenfalls vorgesehen. Was Mehrsprachigkeit im Radio bedeutet und welche unterschiedlichen Formen des interkulturellen Miteinanders im Hörfunk möglich sind, wollen wir im Workshop kennenlernen und ausprobieren. Es steht die Frage im Raum, wie wir Menschen mit anderen Sprachen in den Sendern und das Programm integrieren können und dabei monolinguistische Dauerstrecken vermeiden. Wie erreichen wir ein gemeinsames Programm über Sprach-, Kultur-oder Ländergrenzen hinweg?

NMS: August-Themen zum nachhören

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Die August-Sendung der Initiative für ein Freies Radio in Neumünster war am 14. August 2015 um 15 Uhr im Freien Sender Kombinat FSK in Hamburg auf der 93,0 MHz zu hören. Diesmal haben wir über folgende Themen berichtet:


1) Intro: Themenüberblick


[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_08_14___01_intro.mp3]


2) Flüchtlingsinitiative der Notunterkunft in Neumünster


[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_08_14___02_fluechtlingsini.mp3]
Im Juli 2015 hat sich in Neumünster spontan eine Flüchtlingsinitiative gegründet, die bei der temporären Notunterkunft in der Turnhalle der Gemeinschaftsschule Brachenfeld mitgeholfen hat. Was die Gründer dazu bewogen hat aktiv zu werden und welche Erlebnisse die Helferinnen und Helfer in den vergangen vier Wochen erlebt haben, wollte Sönke wissen und unterhielt sich dazu mit Steffi Voß und Stefan Eckner.


3) Filzcamp Altmark


[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_08_14___03_filzcamp.mp3]
Alljährlich findet in Sachsen-Anhalt ein Filzcamp statt. Zu den Hintergründen hat sich Ingo mit Frieder Glatzer unterhalten.


4) Freie Radio Workshops


[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_08_14___04_workshops.mp3]
Einladung zum zweiten Workshop zum Aufbau Freier Radios am 15. August 2015 in Neumünster, siehe auch: www.freie-radios-sh.org/workshops2015


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Workshop zu „Programmplanung und Sendungsgestaltung“ am 15. August in Neumünster – Jetzt anmelden!

FRISH_Workshops2015Nach dem erfolgreichen Auftakt unserer Workshopreihe in Flensburg, möchte die Freie Radio Initiative Schleswig-Holstein alle Interessierten nun nach Neumünster einladen. Am 15. August 2015 findet dort ein kostenfreier Workshop zum Thema „Programmplanung und Sendungsgestaltung“ statt. Zu Gast sind Michael Nicolai von Radio CORAX aus Halle/Saale und Carsten Rose von Radio F.R.E.I. aus Erfurt:


Eine Sendung vorzubereiten, redaktionell zu arbeiten und das Tagesprogramm zu planen, anzukündigen und dokumentieren gehört zu den täglichen Aufgaben in einem Radiosender. Wie funktioniert das in einem nichtkommerziellen Lokalradio? Wie entsteht aus einer Sendungsidee ein schlüssiges Konzept? Senden wir etwas täglich, wöchentlich, monatlich? In welchen Rhythmus und mit welchem Aufwand wollen wir unser Programm und einzelne Sendungen gestalten? Wie passt eine Sendungsidee zu den Zielen unseres Radios? Wie ermöglichen wir gemeinschaftliches Produzieren, eine Diskussionskultur für Sendungsideen und Themensetzung, auch Sendungskritik? Wie läuft konkret die Mitsprache und die Gestaltung einer Sendung? Was wollen wir inhaltlich und was schließen wir auch aus? Wie steht es um eine Redaktionsstatut und redaktionelle Grundregeln? Wie gehen wir mit den Inhalten, Quellen, Sprache, Musik um? Welche Entscheidungsstrukturen brauchen wir / gibt es schon, um ein Gesamtprogramm planen zu können?


Anmeldungen sind ab sofort online möglich. Mehr Informationen und das Anmeldeformular sind auf www.freie-radios-sh.org/workshops2015 zu finden.

NMS: Juli-Sendung zum nachhören

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Die Juli-Sendung der Initiative für ein Freies Radio in Neumünster war am 10. Juli 2015 um 15 Uhr im Freien Sender Kombinat FSK in Hamburg auf der 93,0 MHz zu hören. Diesmal haben wir über folgende Themen berichtet:


1) Intro: Themenüberblick

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_07_10___01_intro.mp3]

2) Freie Radio Workshops

Einladung für den Auftakt der neuen Workshopreihe zum Aufbau Freier Radios am 18. Juli 2015 in Flensburg, siehe auch: www.freie-radios-sh.org/workshops2015

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_07_10___02_workshops2015.mp3]

3) Graue Wölfe

Hintergrund zu den türkischen rechstextremen Grauen Wölfen und der Alperen-Bewegung

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_07_10___03_graue_woelfe.mp3]

4) Bedingungsloses Grundeinkommen I

Interview mit Gabriele Schmidt (LAG BGE)

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_07_10___04_bge01.mp3]

5) Bedingungsloses Grundeinkommen II

Interview mit Ulrich Schachtschneider

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_07_10___05_bge02.mp3]

6) Proteste gegen militärische Vereinnahmung der Kieler Woche

Bericht von den „War starts here – Keine Kriegskonferenz in Kiel“ Protesten gegen die „Kiel Conference“ am 23. Juni 2015

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_07_10___06_warstartsherekiel2015.mp3]

7) Bonus: Interview mit Nick Brauns über Hintergründe zu den Grauen Wölfen

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_07_10___07_bonus_interview_nick_brauns]

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DGB Nord: “ Kom­merz­funk ja, Freie Ra­di­os nein – so geht es nicht!“

Der DGB-Bezirk Nord fordert von der Politik die Stärkung der künftigen Freien Radios in Schleswig-Holstein gegenüber den neuen kommerziellen Sendern und auch konkrete Maßnahmen für eine solide Finanzierung unserer Initiativen: „Es geht nur beides oder gar nichts. Sonst erleben wir eine Zunahme von Werbung und seichten Programmen, aber keine Stärkung regionaler Nachrichten und alternativer Programmangebote.“, heißt es in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung, die wir hier dokumentieren:


„Schleswig-Holstein: Kommerzfunk ja, Freie Radios nein – so geht es nicht!“


Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord (DGB Nord) warnt vor einer wachsenden Kommerzialisierung der Rundfunkangebote im Norden: Der Medienrat der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) hatte auf seiner jüngsten Sitzung drei nichtkommerzielle lokale Radioprojekte auf Eis gelegt, aber die Lizensierung von zwei neuen Kommerzradios für die Regionen Sylt und Lübeck angekündigt.


Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord: „Die Einführung von lokalem Hörfunk in Schleswig-Holstein steht auf zwei Säulen: Wer kommerzielle Hörfunkanbieter zulässt, darf die Freien Radios nicht in die Warteschleife schicken. Es geht nur beides oder gar nichts. Sonst erleben wir eine Zunahme von Werbung und seichten Programmen, aber keine Stärkung regionaler Nachrichten und alternativer Programmangebote. Das wäre nicht im Sinne der Programmvielfalt, und so war das vom Gesetzgeber auch nicht gedacht. Deshalb sollten sich die Koalitionsparteien das genau angucken und Maßnahmen für eine solide Finanzierung der lokalen Radios beschließen.“


Der Medienrat der MA HSH hatte das Vergabeverfahren für nichtkommerziellen lokalen Hörfunk in den Regionen Flensburg/Glücksburg/Tastrup, Rendsburg/Schleswig/Eckernförde sowie in Neumünster/Bordesholm/Nortorf/Padenstedt auf seiner jüngsten Sitzung ausgesetzt. Hintergrund dafür sei die ungesicherte Finanzierung der Programmvorhaben, die sich ohne finanzielle Förderung nicht realisieren ließen. Erst wenn Höhe und Dauer einer Förderung konkretisiert seien, könne der Medienrat Zuweisungsentscheidungen treffen. Für die Entscheidung über die Anträge für kommerziellen Hörfunk in Sylt und Lübeck hat der Medienrat dagegen einen konkreten Zeitplan festgelegt. Nachdem die zwei berücksichtigungsfähigen Bewerber Antenne Sylt GmbH und Sylt-Funk Mediengesellschaft mbH am 2. Juni angehört worden waren, will der Medienrat auf seiner Sitzung am 8. Juli 2015 eine Auswahlentscheidung über die Vergabe der UKW-Übertragungskapazitäten in der Region Sylt/Niebüll/Leck/Bredstedt treffen.


Ebenfalls am 8. Juli 2015 wird der Medienrat die berücksichtigungsfähigen Bewerber für das Versorgungsgebiet Lübeck/Bad Schwartau/Krummesse/Ratzeburg anhören. Die Auswahlentscheidung hierzu wird möglicherweise in der Sitzung am 2. September 2015 erfolgen.


Der am 1. Januar 2015 in Kraft getretene 5. Änderung des Medienänderungsstaatsvertrag Hamburg/Schleswig-Holstein sieht die erstmalige Einführung von lokalem Hörfunk in Schleswig-Holstein vor, in drei Regionen soll nichtkommerzieller Lokalfunk, in zwei Regionen kommerzieller Lokalfunk verbreitet werden.


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 430.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


Quelle: http://nord.dgb.de/presse/++co++2d8947e8-23be-11e5-b049-52540023ef1a

Freie Radios Workshops 2015

Die Freie Radio Initiative Schleswig-Holstein (FRISH) lädt ein:


Freie Radios Workshops 2015 – Veranstaltunsgreihe zum Start Freier Radios in Schleswig-Holstein


Vom Juli bis November 2015 sind monatlich Radiomachende aus den Freien Radios anderer Bundesländer bei uns zu Gast! Seid mit dabei & meldet Euch jetzt für den ersten Workshop an! Alle die in Schleswig-Holstein nichtkommerzielle Lokalradios aufbauen wollen, können in den kommenden Monaten jeweils an einem Sonnabend ganztags etwas über Finanzierung, Programmgestaltung, Recherche, Mehrsprachigkeit oder Technik im Freien Radio lernen.


Die Workshops sind in Flensburg, Neumünster, Rendsburg oder Husum geplant. Vorkenntnisse sind nicht nötig und es wird auch keine Teilnahmegebühr erhoben. Wir versuchen an allen Orten ein gemeinsames Mittagessen zu organisieren, für das wir eine Spende einsammeln. Eine verbindliche Anmeldung ist ab sofort für den ersten Workshop am 18. Juli 2015 in Flensburg möglich. Updates zu den weiteren Workshops erscheinen demnächst auf der FRISH Webseite. Die Workshopreihe findet im Februar 2016 seinen Abschluss, mit einem von den Teilnehmenden gewählten Thema.


Workshop I: “Wie finanzieren wir unser Lokalradio?”
18.07.2015 // 9:30 – 17:00 // co-working im Stadtteilhaus neustadt/Flensburg


mit Mark Westhusen, Geschäftsführer Radio Corax, Halle
Jörg Braune, Radio T, Chemnitz


Fördergelder beantragen, Mitglieder werben, Crowdfunding organisieren. Das sind einige von vielen Möglichkeiten nichtkommerzielle Lokalradios zu finanzieren. Klassische Säulen sind meist: 1. Öffentliche Förderung (oft aus Rundfunkgebühren über die Medienanstalten oder künftig anteilig in Schleswig-Holstein über die Medienstiftung HSH) 2. Mitgliedsbeiträge & Spenden 3. Drittmittel. Im Workshop werden alle diese Möglichkeiten detailliert vorgestellt. Wie und bei welchen Institutionen kann ich Fördergelder beantragen? Wir organisiere ich Mitglieder und Spendenkampagnen? Was muss ich als nichtkommerzielles Lokalradio beachten und was ist nicht erlaubt (z.B. Werbung & Sponsoring)?


Anmeldung zum Workshop bitte hier online: http://www.freie-radios-sh.org/workshops2015


Wir bedanken uns bei der Medienstiftung Hamburg Schleswig-Holstein für die finanzielle Unterstützung.

NMS: Juni-Sendung zum Thema Flüchtlinge

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„Der Pass ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so eine einfache Weise zustande wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustande kommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Pass niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.“ (Bertolt Brecht, Flüchtlingsgespräche 1940/41)


Die Juni-Sendung der Initiative für ein Freies Radio in Neumünster war am 12. Juni 2015 um 15 Uhr im Freien Sender Kombinat FSK in Hamburg zu hören. Diesmal haben wir über folgende Themen berichtet:


1) Intro: Themenüberblick

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_06_12___01_intro.mp3]

2) Freie Radios in SH nach Aussetzung des Zulassungsverfahrens

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_06_12___02_freie_radios.mp3]

3) OB-Wahlen in NMS – Ein Rückblick

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_06_12___03_ob-wahlen.mp3]

4) Themenschwerpunkt: Flüchtlinge in Schleswig-Holstein

Fluchtwege und Fluchtgründe – Berichte Asylsuchender der Landesunterkunft Neumünster // Situation Asylsuchender in Schleswig-Holstein – Interview mit Torsten Döhring // Situation unbegleiteter minderjährige Flüchtlinge in NMS

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_06_12___04_fluechtlinge.mp3]

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Bonus:

Interview mit Torsten Döhring

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_06_12___bonus01_interview_torsten_doering]

Interview mit Reinhard Pohl

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/nms/2015/magazin_nms_2015_06_12___bonus02_interview_reinhard_pohl]

Vorerst keine Lizenzen für Freie Radios in Schleswig-Holstein – Bewerber fordern erneut bessere Rahmenbedingungen

frish_logoDer Medienrat der Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein hat das Verfahren zur Zulassung und Zuweisung für die ersten drei nichtkommerziellen Lokalradios in Schleswig-Holstein ausgesetzt. Auf die im April 2015 ausgeschriebenen drei Standorte in Flensburg, Rendsburg/Schleswig-Eckernförde und Neumünster haben wir uns jeweils als einzige Anbieter beworben: Freies Radio – Initiative Flensburg e.V., Freies Radio Neumünster e.V. und Verein für ein Freies Radio in Rendsburg und Umland e.V.i.G.


Nach der mündlichen Anhörung aller drei Bewerber vor dem Medienrat am 2. Juni 2015 wurde die Aussetzung des Verfahrens begründet:


„Hintergrund dafür ist die ungesicherte Finanzierung der Programmvorhaben, die sich ohne finanzielle Förderung nicht realisieren lassen. Die Bewerber wurden aufgefordert, Möglichkeiten einer finanziellen Unterstützung, vor allem durch die Medienstiftung HSH, zu klären. Erst wenn Höhe und Dauer einer Förderung konkretisiert sind, kann der Medienrat Zuweisungsentscheidungen treffen. Die MA HSH selbst kann die Veranstalter nach geltendem Recht nicht finanziell unterstützen.“


Der Medienrat bestätigt damit die unbefriedigenden finanziellen Ausgangsbedingungen für die ersten nichtkommerziellen Lokalradios in Schleswig-Holstein. Bereits zur Änderung des Medienstaatsvertrages hatten wir uns im Juni 2014 gegenüber der Staatskanzlei in Kiel und im November 2014 gegenüber dem Innen- und Rechtsausschuss des schleswig-holsteinischen Landtags in Stellungnahmen entsprechend geäußert. Auch das Community Media Forum Europe (CMFE), der Bundesverband Freier Radios (BFR) oder die Medienanstalt hatten hierzu Änderungen angemahnt. Den Forderungen nach einer angemessenen, nachhaltigen und staatlich unabhängigen Grundförderung, wie sie nichtkommerzielle Lokalradios in anderen Bundesländern erhalten, wurde im Medienstaatsvertrag jedoch nicht berücksichtigt.


In unserer Stellungnahme vom Juni 2014 heißt es:


1. Ohne eine klare Formulierung, dass nichtkommerzielle Radio grundsätzlich durch eine öffentliche Förderung aus Rundfunkgebühren über die Medienanstalten unterstützt werden müssen, bleibt es unrealistisch nichtkommerzielle Radios dauerhaft und angemessen finanzieren zu können. Da Sie lediglich auf § 55 und die Förderung über die Medienstiftung verweisen, ändern sie nichts an der Tatsache, dass die Entscheidungen der Medienstiftung für eine dauerhafte Förderung keinesfalls gesichert sind.

2. Die MA HSH hat in ihrem Gutachten auf das Problem der zu geringen Staatsferne hingewiesen. Die Freie Radioinitiative in Neumünster hat in ihrer Stellungnahme auf die bestehenden Einschränkungen bei der Medienstiftung SH für institutionelle Förderung und die zeitliche Einschränkung bei Projektförderungen hingewiesen. Zusätzlich reduziert der Mediengesetzvorschlag die Förderung auf eine anteilige Finanzierung der technischen Kosten. Unter diesen Bedingungen ist jedoch keine Finanzierung nichtkommerzieller Sender gesichert und geregelt.


3. Wir befürworten eine Regelung, wie sie die MA HSH in ihrem Gutachten angemahnt hat, die ein Vorschlagsrecht der Medienanstalt und klare Regelungen fordert. Die Förderung des nichtkommerziellen Hörfunks durch die Medienstiftung sollte längerfristig angelegt und sichergestellt werden. Wir plädieren für eine Grundfinanzierung durch die MA HSH, unabhängig von den politisch wechselhaften Zusammensetzungen der Medienstiftung.


4. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Stellungnahme dazu vom Januar 2014, in der wir darauf verwiesen haben, dass bei der Kalkulation der Förderhöhen für die Finanzierung der anfallenden Sende-, Verbreitungs-, Sach- und Personalkosten die Bedingungen für lokalen Rundfunk in einem Flächenland zu bedenken sind. Wenn Radiovereine weitab der Metropole aktiv sind, werden diese auch wesentlich weniger Möglichkeiten der Gegenfinanzierung über Mitgliedsbeiträge und Spenden erwarten können, als das in der Studie mit ca. 100.000 € jährlichen Gesamtkosten genannten Hamburger Freie Sender Kombinat (FSK). Eine langfristige und angemessene öffentliche Finanzierung wäre jedoch Voraussetzung für die Umsetzung der eigentlichen Ziele der Freien Radios in Schleswig-Holstein.


In der gemeinsamen Stellungnahme des Community Media Forum Europe (CMFE) und der europäischen Sektion des Weltverbandes Freier Radios AMARC Europe vom November 2014 hieß es dazu:


„Die hessische Medienanstalt gibt beispielsweise pro Jahr mehr als 600.000 € für die dort sendenden sieben nichtkommerziellen Lokalradios aus. In Sachsen-Anhalt liegt die Förderung pro Radio weit über 100.000 € pro Jahr und Sender. In Schleswig-Holstein sollte es den Radioinitiativen und der zuständigen Medienanstalt obliegen, den Bedarf festzustellen, die eine langfristige Entwicklung und Unabhängigkeit der Sender garantieren. Die einzige bisher vorgesehene finanzielle Förderung durch die ‚Medienstiftung Hamburg Schleswig-Holstein` gilt es so zu gestalten, dass die Sender sich damit langfristig absichern können, um sich ihren eigentlichen Aufgaben als öffentliche und unabhängige Rundfunkmedien ernsthaft widmen können. Das ist unter der Bedingungen des vorliegenden Entwurfs nicht gegeben.“


Um den Sendestart Freier Radios in Schleswig-Holstein nicht noch weiter zu verzögern, appellieren wir an die vier Gesellschafter der Medienstiftung Hamburg Schleswig-Holstein (Staatskanzlei Kiel, Senatskanzlei Hamburg, NDR und Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein) jetzt die finanziellen Voraussetzungen für eine angemessene und nachhaltige Grundförderung für den nichtkommerziellen Lokalfunk zu schaffen, um uns eine Zuweisung und Zulassung zu ermöglichen.


An die Medienpolitik richten wir den Aufruf, den Medienstaatsvertrag zu überarbeiten und darin die Anerkennung als Bürgermedien und eine finanzielle Grundförderung zu verankern, sowie die Einschränkungen bei der Standortfrage und beim redaktionellen Austausch aufzuheben. Auch kann die Förderung unabhängiger, nichtkommerzieller Radios allein über die Medienstiftung HSH in der bestehenden Form keine Dauerlösung sein. Jede Bewilligung oder Ablehnung eines Förderantrags dürfte unter den aktuellen Bedingungen existenzielle Auswirkungen auf jedes unserer Radios haben und zu der Frage führen, inwieweit staatliche Interessen eine Rolle bei der Vergabe spielen. Um eine unabhängige Berichterstattung zu ermöglichen, müssen neue Fördermechanismen geschaffen werden, die die Grundregeln der Unabhängigkeit der Presse nicht unterlaufen.


Freie Radio Initiative Schleswig-Holstein e.V. (FRISH) mit seinen Mitgliedern


Freies Radio Lübeck e.V.

Freie RadioCooperative Husum e.V.

Freies Radio Neumünster e. V.

Freies Radio-Initiative Flensburg e. V.

Verein für ein Freies Radio in Rendsburg und Umland e.V.i.G.

Freie Radio Initiative Kiel e. V.

Radioinitiative Pinneberg


Für Rückfragen zur Stellungnahme melden Sie sich bitte per Mail unter info@freie-radios-sh.org


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Holsteinischer Courier: Zulassung: Vorerst kein „Freies Radio Neumünster“


Dr. Axel Bernstein (CDU): Die erste der beiden Säulen von Albigs Lokalradio ist wie erwartet schon vor Sendebeginn eingestürzt