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Workshop: Interkulturelles Radio am 5. September 2015 in Flensburg – Jetzt anmelden!

Wir laden Euch wieder herzlich ein mit dabei zu sein. Der nächste Workshop
findet am 5. September 2015 in Flensburg statt. Anmeldung & weitere Infos: http://www.freie-radios-sh.org/workshops2015/


“Mehrsprachige Sendungsgestaltung & Interkultureller Hörfunk”


05.09.2015 // 9:30 – 17:00 // die exxe, Zur Exe 25, 24937 Flensburg


mit Beate Flechtker, Dozentin für Deutsch als Fremdsprache, Berlin, ehemals Radio Unerhört Marburg

und Kristin Gebhardt, Medientrainerin, Nachrichtenpool Lateinamerika e.V., Berlin


Das multikulturelle Miteinander unserer Gesellschaft findet sich in den Medien kaum wieder. Allein die Sprachenvielfalt, der wir im Alltag begegnen können, wird medial nicht abgebildet. Viele nichtkommerzielle Lokalradios bilden dennoch eine Ausnahme. Hier sind oft Sendungen und Berichte in den verschiedensten Sprachen regelmäßig zu hören. Für die neuen nichtkommerziellen Lokalradios in Schleswig-Holstein ist im Mediengesetz die Berücksichtigung von Minderheitensprachen ebenfalls vorgesehen. Was Mehrsprachigkeit im Radio bedeutet und welche unterschiedlichen Formen des interkulturellen Miteinanders im Hörfunk möglich sind, wollen wir im Workshop kennenlernen und ausprobieren. Es steht die Frage im Raum, wie wir Menschen mit anderen Sprachen in den Sendern und das Programm integrieren können und dabei monolinguistische Dauerstrecken vermeiden. Wie erreichen wir ein gemeinsames Programm über Sprach-, Kultur-oder Ländergrenzen hinweg?

FL: Sendung vom 10.07.2015

Hier ist die Anti-Bundeswehr-Spezial-Sendung vom Juli.

Themen:

– Interview zur Enterung der Gorch-Fock am „Tag der Bundeswehr“

– ironisch vertonte Kurztexte aus den Werbematerialien der Bundeswehr

– Antwort auf den Artikel „Den Anarchismus gibt es nicht“ der Teil unserer letzten Sendung war

– Veranstaltungstipps

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/flensburg/FSK-Sendung-10.07.15/07.15_FRFL_Sendung_Juli_ohne_Musik.mp3]

[download]


 

Creative Commons Lizenzvertrag

Die Beiträge der Freien Radio Initiative Flensburg stehen unter einer CreativeCommons Lizenz: Nichtkommerzielle Nutzung und Verarbeitung bei Weitergabe unter gleicher Lizenz ist erlaubt und erwünscht!

Freie Radios Workshops 2015

Die Freie Radio Initiative Schleswig-Holstein (FRISH) lädt ein:


Freie Radios Workshops 2015 – Veranstaltunsgreihe zum Start Freier Radios in Schleswig-Holstein


Vom Juli bis November 2015 sind monatlich Radiomachende aus den Freien Radios anderer Bundesländer bei uns zu Gast! Seid mit dabei & meldet Euch jetzt für den ersten Workshop an! Alle die in Schleswig-Holstein nichtkommerzielle Lokalradios aufbauen wollen, können in den kommenden Monaten jeweils an einem Sonnabend ganztags etwas über Finanzierung, Programmgestaltung, Recherche, Mehrsprachigkeit oder Technik im Freien Radio lernen.


Die Workshops sind in Flensburg, Neumünster, Rendsburg oder Husum geplant. Vorkenntnisse sind nicht nötig und es wird auch keine Teilnahmegebühr erhoben. Wir versuchen an allen Orten ein gemeinsames Mittagessen zu organisieren, für das wir eine Spende einsammeln. Eine verbindliche Anmeldung ist ab sofort für den ersten Workshop am 18. Juli 2015 in Flensburg möglich. Updates zu den weiteren Workshops erscheinen demnächst auf der FRISH Webseite. Die Workshopreihe findet im Februar 2016 seinen Abschluss, mit einem von den Teilnehmenden gewählten Thema.


Workshop I: “Wie finanzieren wir unser Lokalradio?”
18.07.2015 // 9:30 – 17:00 // co-working im Stadtteilhaus neustadt/Flensburg


mit Mark Westhusen, Geschäftsführer Radio Corax, Halle
Jörg Braune, Radio T, Chemnitz


Fördergelder beantragen, Mitglieder werben, Crowdfunding organisieren. Das sind einige von vielen Möglichkeiten nichtkommerzielle Lokalradios zu finanzieren. Klassische Säulen sind meist: 1. Öffentliche Förderung (oft aus Rundfunkgebühren über die Medienanstalten oder künftig anteilig in Schleswig-Holstein über die Medienstiftung HSH) 2. Mitgliedsbeiträge & Spenden 3. Drittmittel. Im Workshop werden alle diese Möglichkeiten detailliert vorgestellt. Wie und bei welchen Institutionen kann ich Fördergelder beantragen? Wir organisiere ich Mitglieder und Spendenkampagnen? Was muss ich als nichtkommerzielles Lokalradio beachten und was ist nicht erlaubt (z.B. Werbung & Sponsoring)?


Anmeldung zum Workshop bitte hier online: http://www.freie-radios-sh.org/workshops2015


Wir bedanken uns bei der Medienstiftung Hamburg Schleswig-Holstein für die finanzielle Unterstützung.

FL: Sendung vom 12.06.2015

Hier ist die Sendung vom Juni.

Themen:

– Zusammenfassung eines Vortrags des Crimethinc-Kollektivs

– Ausschnitte aus dem Artikel „Den Anarchismus gibt es nicht“ erschienen in der Zeitschrift Phase2

– Ein Ausschnitt aus einem Vortrags von Andreas Kemper „Die Maskulinisten“

– Kommuniqué der Luftschlossfabrik zur Verhandlung mit Vertreter_innen der Stadt Flensburg

– Veranstaltungstipps

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/flensburg/FSK-Sendung-12.06.15/06.15_FRFL_Sendung_Juni_ohne_Musik.mp3]

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Creative Commons Lizenzvertrag

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FL: Sendung vom 08.05.2015

Nun gibt es auch die Sendung vom Mai hier zum nachhören.

 

Beiträge diesen Monat waren:

 

Aus der Strassen aus Zucker Ausgabe 10: Wie wir alle zu guten Staatsbürger_innen werden… oder wieviel Deutschland im Unterricht steckt

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/flensburg/FSK-Sendung-08.05.15/SAZ10-Staatsbuerger.mp3]

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Vortrag von Volker Quaschning mit dem Titel Die Bedeutung dezentraler regenerativer Energiesysteme für die deutsche Energiewende (die begleitenden Folien dazu findet ihr hier)

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/flensburg/FSK-Sendung-08.05.15/vortrag-quaschning.mp3]

[download]

 

Einen weiteren Beitrag sowie die musikalischen Untermalung durch die female fronted one-man band ari können wir hier derzeit nicht zur Verfügung stellen, da noch ungeklärt ist, ob wir das überhaupt dürfen.

 

Die nächste Sendung hört ihr am 12. Juni wieder ab 14 Uhr im FSK


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FL: Sendung vom 10.04.2015

Wieder waren wir zu Gast im FSK, diesmal mit den folgenden Beiträgen:

 
 

Menschen aus der Gruppe Tachanka Films berichten über die Produktion der Doku Opre Roma! Roma Stand Up! über eine wachsende Roma-Hip-Hop Szene auf dem Balkan und ihre Zusammenarbeit mit der Band Gipsy Mafia. Link zum Trailer: http://vimeo.com/91363627[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/flensburg/FSK-Sendung-10.04.15/TachankaFilms.mp3][download]

 

AktivistInnen des autonomen Kindergartens Koko Lepo in Belgrad erzählen über ihr Konzept und die Hintergründe des Projekts.
[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/flensburg/FSK-Sendung-10.04.15/KokoLepo.mp3][download]

 

Luftschlossfabrik – Konfliktfreie Räumung? Die Räumung ist der Konflikt!
[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/flensburg/FSK-Sendung-10.04.15/LSF.mp3][download]

 

Aus der Strassen aus Zucker (Link) Ausgabe 10: Ist eine andere Schule möglich? Das große Strassen aus Zucker Schulranking
[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/flensburg/FSK-Sendung-10.04.15/SAZ.mp3][download]

 

Veranstaltungen in den nächsten Wochen, darunter u.A.

 

Luftschlossfabrik bleibt Demonstration am 25. April – 15 Uhr am Südermarkt

 

Podiumsdiskussion des Erneuerbare Energien und Speicher e.V. zum Thema Dezentrale Energiespeicher contra Stromnetzausbau am 30. April – 19 Uhr in den Räumen der Stadtwerke Flensburg

[download]

 
Dazu gab es Musik vom Gipsy Mafia (Link) Konzert vergangenen Herbst in Flensburg. Diese können wir aus rechtlichen Gründen hier nicht zur Verfügung stellen, den Rest der Sendung könnt ihr euch aber gerne anhören.
[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/flensburg/FSK-Sendung-10.04.15/FRIFL-10.04.15-ohneMusik.mp3][download]

 

Feedback, Fragen, Anregungen und neue Mitstreiter_innen sind immer willkommen, meldet euch gerne per E-Mail an flensburg[at]freie-radios-sh.org


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FL: Sendung vom 13.03.2015

Yeah! Das war die erste unserer ab jetzt regelmäßigen Sendungen im FSK.

 

Die Wortbeiträge gibt es hier zum nachhören und weiterverbreiten, die musikalischen Beiträge können wir aus rechtlichen Gründen leider nicht im Internet veröffentlichen. Da habt ihr euch Punk von Front entgehen lassen, die im vergangenen Herbst ein Konzert in Flensburg gegeben haben.

 

#1 – „Alles Verändern, ein anarchistischer Aufruf“ – Ein Text des CrimethInc. Ex-Worker’s Collective

http://www.crimethinc.com/tce/deutsch/

 

#2 – Eindrücke von der antirassistischen Winterdemo am 07. März

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/flensburg/FSK-Sendung-13.03.15/07.03.15AntiraDemo.mp3]

[download]

 

#3 – Aktuelle Lage der Luftschlossfabrik

[audio:http://sendungen.freie-radios-sh.org/flensburg/FSK-Sendung-13.03.15/11.03.15LageLuftschlossfabrik.mp3]

[download]

Link zur Seite [+Petition „Luftschlossfabrik bleibt!“]

 

Wenn ihr Fragen, Anregungen oder Kritik loswerden wollt schreibt uns eine E-Mail: flensburg@freie-radios-sh.org

Neue Mitstreiter_innen sind auch gerne gesehen!

 

Unsere nächste Sendung läuft am 10.04 ab 14 Uhr im FSK, die Radiomacher_innen aus Neumünster Senden wieder direkt im Anschluss.

Auch davor lohnt es sich einzuschalten, weitere Sendungen aus Schleswig-Holstein im FSK sind:

Freitag, 20.03 ab 14 Uhr LPG(A)Löwenzahn – Politik aus, für und gegen Schleswig-Holstein

Freitag, 03.04 ab 14 Uhr Zeckenfunk aus Lübeck

Freies Radio – Initiative Flensburg ist auf Sendung

Ab sofort senden wir jeden 2. Freitag im Monat ab 14 Uhr im Freien Sender Kombinat Hamburg (FSK)!

 

Zu hören gibt es die Sendung innerhalb Hamburgs auf UKW 93,0 oder weltweit über den Livestream unter http://fsk-hh.org/livestream oder direkt hier:

Du hast Anregungen, Fragen, Kritik oder möchtest mitmachen?

Dann schreib uns!
flensburg@freie-radios-sh.org


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Innenausschuss tagt am 3. September. Seid dabei!

Hiermit laden wir Euch alle zur Sitzung des Innen- und Rechtsausschuß des schleswig-holsteinischen Landtages nach Kiel am morgigen Mittwoch, den 3. September ein! Die neue Medienstaatsvertrag steht auf der Tagesordnung und wir wollen Euch bitten unbedingt dabei zu sein. Die Veranstaltung ist öffentlich und beginnt offiziell um 14 Uhr im Sitzungssaal 142 des Landtages. Um ca. 16 Uhr soll dann der Tagesordnungspunkt zum Mediengesetz aufgerufen werden.


Nach einer ersten Debatte in der vergangenen Woche und der Anhörung der Staatskanzlei wurde für morgen nun auch die Medienanstalt eingeladen. Wir wollen vor Ort genau zuhören  und haben die Abgeordneten angeschrieben, mit der Bitte dem Gesetz in der jetzigen Form nicht zuzustimmen.


Hier ist unser Brief:


Sehr geehrte/er


Abg. Barbara Ostmeier (CDU)
Abg. Dr. Axel Bernstein (CDU)
Abg. Petra Nicolaisen (CDU)
Abg. Dr. Kai Dolgner (SPD)
Abg. Simone Lange (SPD)
Abg. Tobias von Pein (SPD)
Abg. Ines Strehlau (B’90/GRÜNE)
Abg. Burkhard Peters (B’90/GRÜNE)
Abg. Wolfgang Kubicki (FDP)
Abg. Wolfgang Dudda (PIRATEN)
Abg. Lars Harms (SSW)


als Mitglied des Innen- und Rechtsausschusses des schleswig-holsteinschen Landtages bitten wir Sie darum, sich jetzt für die Belange der nichtkommerziellen Radioinitiativen des Landes einzusetzen. In ihrer morgigen Sitzung, am 3. September 2014, steht die Einführung von Lokalradios und die Änderung des Medienstaatsvertrages erneut zur Diskussion. Der Entwurf des 5. MÄStV HSH (Stand: 26.3.2014) begrenzt oder verhindert jedoch den Aufbau und den Betrieb nichtkommerzieller lokaler Radiosender. Sollte sich daran nichts grundlegend ändern, wird das Ziel eine vielfältigere Rundfunklandschaft ad absurdum geführt. Wir bitten Sie darum, sich für eine Überarbeitung des Entwurfs einzusetzen und in dieser Form nicht zu verabschieden.


Für uns als potentielle Lizenznehmer in Kiel, Lübeck, Flensburg, Pinneberg, Husum oder Neumünster bedarf es einer angemessenen und dauerhaften Basisfinanzierung, die im Mediengesetz künftig geregelt sein muss. Im Entwurf fehlt zudem die Anerkennung als Bürgermedien und es gibt Einschränkungen für einen redaktionellen Austausch. Besonders wichtig wäre eine Aufhebung oder Änderung der Auswahl der Verbreitungsgebiete, die derzeit den Ballungsraum Kiel explizit ausschließt, trotz dort vorhandener Frequenzkapazitäten.


1. Finanzierung


Der Entwurf öffnet keine neuen Finanzierungsmöglichkeiten für die künftigen nichtkommerziellen Anbieter, sondern schränkt die bestehenden Regelungen sogar noch ein. Bereits jetzt sieht § 55 MstV HSH (Absatz 4 Satz 2 Nummer 5) eine finanzielle Unterstützung von „Formen der nichtkommerziellen Veranstaltung von Rundfunk“ vor. Diese Möglichkeit wird im Gesetzentwurf jedoch auf die Unterstützung der Verbreitungstechnik (Anhang S.4/Nr.5) oder sogar nur um die „anteilige Förderung der Übertragungstechnik“ reduziert. Zudem sieht die Medienstiftung Hamburg Schleswig-Holstein eine dauerhafte und institutionelle Förderung nur in Ausnahmefällen vor. Die MA HSH hat bereits im Vorfeld der Mediengesetzänderung darauf hingewiesen, dass die Einbeziehung der Medienstiftung über die reine Förderleistung hinaus, „mit dem Gebot der Staatsferne schwer vereinbar“ sei.


Wer ernsthaft mehr Medienvielfalt erwartet und neue nichtkommerzielle Sender zulassen möchte – in denen Werbeeinnahmen ausdrücklich verboten sind – kann hier nicht den Geldhahn zudrehen oder beim Status Quo bleiben. Freie Radios sind gemeinnützige Sender, die auch öffentliche Aufgaben wahrnehmen und eine publizistische Ergänzung leisten. Wir erwarten eine weitergehende finanzielle Unterstützung, als dies bisher möglich ist, um uns als unabhängige nichtkommerzielle Radios aufstellen zu können. Dazu gehört eine im Mediengesetz verankerte angemessene und dauerhafte Grundfinanzierung, die wir zusätzlich mit Eigenmitteln aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen ergänzen. Ohne diese öffentliche Unterstützung – wie sie nichtkommerziellen Radios in anderen Bundesländern bereits bekommen – sehen wir uns nicht in der Lage uns unseren eigentlichen Aufgaben widmen zu können. Die Höhe von Zuschüssen zur Ermöglichung des Sendebetriebs sollte sich auch in Schleswig-Holstein an den anfallenden Betriebs-, Koordinations-, Sende- und Leitungskosten sowie Abgaben für GEMA und GVL orientieren.


Ergänzend müssen wir der in der letzten Sitzung des Innenausschuss am 27. August 2014 gemachten Aussage widersprechen, dass das Freie Sender Kombinat FSK in Hamburg schon seit Jahren städtisch unterstützt würde. Das ist nicht so. Dem FSK werden zum Beispiel keine Räume von der Stadt bezahlt. Diese müssen aus Eigenmitteln des Senders aufgebracht werden.


2. Anerkennung als Bürgermedien


Die Radioinitiativen in Lübeck, Kiel, Flensburg, Pinneberg, Husum oder in Neumünster benötigen die Anerkennung als Bürgermedien, wie sie bereits in vielen Mediengesetzen anderer Bundesländer eingeführt und geregelt sind. Der Gesetzentwurf der Staatskanzlei schließt das jedoch aus. Nichtkommerzielle Lokalradios (NKL) oder auch Freie Radios gehören durch ihren Charakter der Nichtkommerzialität, der Zugangsoffenheit, der Förderung von Medienkompetenz und als lokales Medium zum Sektor der Bürger- und Alternativmedien (international Community Media). Bundesweit gibt es bereits mehr als 30 Freie Radios. Schleswig-Holstein bildet hier eines der Schlusslichter. Zur Verbesserung und Ergänzung des Medienstaatsvertrages bieten sich beispielsweise die Regelungen aus den Mediengesetzen in Hessen oder Sachsen-Anhalt an, die neben den Offenen Kanälen auch ausdrücklich NKL medienrechtlich als Bürgermedien anerkennen und aus Rundfunkgebühren fördern.


3. Sendungskooperationen ermöglichen


Die Übernahme fremder Programmteile soll nur zulässig sein, wenn sie sich nicht nachteilig auf die Authentizität des eigenen Programms auswirken. Was auf die Verhinderung eines Mantelprogramms abzielt, stellt jedoch den Charakter Freier Radios in Frage. Hier steht der solidarische Austausch von Berichten, die Übernahme von Mitschnitten oder ganzer Sendungen, wie zum Beispiel das halbstündige Nachrichtenmagazin der Freien Radios zip-fm, im Vordergrund. Auch in Schleswig-Holstein ist eine redaktionelle Vernetzung und innovative Formen dezentraler Redaktionsarbeit zwischen den nichtkommerziellen Radios geplant. Solch eine Zusammenarbeit verringert nicht etwa die lokale und regionale Vielfalt sondern erhöht sie. Wir schlagen vor, diese Regelung für die nichtkommerziellen Radios zu streichen.


4. Verbreitungsgebiete aufheben


Mit der starken Einschränkung auf wenige Standorte, wird das Lokalradioverbot in Schleswig-Holstein lediglich gelockert, nicht aber abgeschafft. Unverständlich ist vor allem, daß der Standort Kiel unberücksichtigt bleiben soll. Und das obwohl hier die Frequenz 107,0 MHz laut Studie der Medienanstalt frei ist und als nichtkommerzielles Radioangebot geeignet wäre. Die absichtlich gewollte Einschränkung zum angeblichen „Schutz der Leistungsfähigkeit und der Vielfalt der bestehenden Medienlandschaft“, ist aufgrund des vielfältigen Programms Freier Radios nicht nachvollziehbar. Wir plädieren für die Abschaffung oder Änderung dahingehend, dass auch andere Standorte und eine andere Anzahl grundsätzlich möglich sind. Die Zuweisung der Standorte per Gesetz ist kontraproduktiv, da neue Standorte oder Änderungen der Standorte ein neuerliches Gesetzgebungsverfahren erforderlich machen.


Unklar bleibt auch, ob kommerzielle Anbieter künftig bevorzugt werden könnten. Nichtkommerzielle Lokalradios bieten aufgrund ihrer sozialen Verankerung, durch ihre Ausrichtung als Bürger- und Alternativmedien per se eine Medienvielfalt, die von vergleichbaren kommerziellen Anbietern nicht geleistet werden kann. Bei der Einbindung von Sprachen und Kulturen gehen Freie Radios weit über die Einbindung der in der Verfassung anerkannten Minderheiten hinaus. Alle hier lebenden Menschen sollen Zugang zum Rundfunk erhalten können. Wir stellen damit eine wichtige Ergänzung zu den kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Anbietern dar und bieten eine Weiterentwicklung bereits bestehender nichtkommerzieller Medienstrukturen. Dafür braucht es rechtliche Rahmenbedingungen und faire Bedingungen.


Wir bitten Sie sich für diese Änderungen im Innen- und Rechtsausschuss einzusetzen. Wir sind gern bereit Fragen bei einer Anhörung im Innen- und Rechtsausschuss zu beantworten und würden eine Einladung sehr begrüßen. 

Ein Aufruf in Solidarität – Jetzt online unterschreiben!

Unterstützt unseren Aufruf „Schleswig-Holstein braucht Freie Radios!“ und unterschreibt ihn jetzt online. Tragt Euch Dazu auf der Seite: http://www.freie-radios-sh.org/unterstuetzen/soli/ ein und verteilt die Infos bitte weiter!


Neben der Zulassung Freier Radios fordern wir für den künftigen Medienstaatsvertrag:


– Anerkennung als Bürgermedien
– dauerhafte Grundfinanzierung
– keine Einschränkung der Sendegebiete
– redaktionellen Austausch ermöglichen


All diese Punkte sind im ersten Entwurf des neuen Medienstaatsvertrags Hamburg/Schleswig-Holstein bisher ausgeklammert oder stark eingeschränkt worden. Die Politik hat bisher kein Interesse daran gezeigt Freien Radios eine sichere und anerkannte Perspektive zu bieten. Wir haben uns im Juni 2014 gegenüber der Staatskanzlei in Kiel und den Fraktionen des Landtages bereits dazu geäußert. Mehr Infos lest ihr hier: http://www.freie-radios-sh.org/stellungnahmen-zum-entwurf-des-5-medienaenderungsstaatsvertrag-hsh/


Wir brauchen Eure Unterstützung, um der Politik klar zu machen, daß sie unsere Forderungen ernst nehmen müssen, wenn hier in SH mehr Medienvielfalt und unabhängige Medien entstehen soll. Jede Unterschrift zählt!